Am Sams­tag sind wir ange­kom­men und haben uns bei unse­ren Gast­fa­mi­lien ein­ge­lebt. Den Sonn­tag ver­brach­ten wir mit den Fami­lien und erkun­de­ten die Insel. Am Mon­tag wur­den wir vom Bür­ger­meis­ter von Lagoa begrüßt. Im Rat­haus haben wir viel über die Region und die Poli­tik auf den Azo­ren erfah­ren. Danach besuch­ten wir die Schule unse­rer Aus­tausch­schü­le­rin­nen und Aus­tausch­schü­ler, die Escola Secun­dá­ria de Lagoa. Außer­dem waren wir in einer Kera­mik­werk­statt und lern­ten etwas über die tra­di­tio­nelle Flie­sen­be­ma­lung. Im Anschluss mach­ten wir in der Schule einen Flie­sen­work­shop und bemal­ten eigene Flie­sen pas­send zum Thema des Pro­jekts. Die Flie­sen wer­den in bei­den Schu­len aus­ge­stellt, um das Pro­jekt für alle sicht­bar zu machen. Am Diens­tag­vor­mit­tag besuch­ten wir den Unter­richt mit unse­ren Gast­schü­lern. So konn­ten wir sehen, wie der Unter­richt in Lagoa abläuft. Danach fuh­ren wir mit dem Schul­bus nach Ponta Del­gada, der Haupt­stadt der Azo­ren. Dort besuch­ten wir den Regie­rungs­sitz und erfuh­ren etwas über die Poli­tik der Inseln und das Par­la­ment. Am Mitt­woch durf­ten wir den Regie­rungs­pa­last Sant’Ana besich­ti­gen. Dort wer­den nor­ma­ler­weise wich­tige poli­ti­sche Gäste emp­fan­gen. Des­halb war es etwas Beson­de­res, dass wir dort eine apan­nende Füh­rung erhiel­ten. Am Don­ners­tag und Frei­tag erkun­de­ten wir die Natur der Azo­ren. Wir sahen heiße Quel­len, schöne Land­schaf­ten und die Vul­kane der Insel. Dabei erfuh­ren wir auch, dass die Vul­kane auf den Azo­ren noch aktiv sind und streng über­wacht wer­den. Uns wurde erklärt, dass es irgend­wann wie­der zu einem Vul­kan­aus­bruch kom­men wird. Das Glei­che gilt für Erd­be­ben. Wir lern­ten auch viel über die Natur und den Umwelt­schutz auf der Insel. Eigent­lich war für Don­ners­tag auch eine Whale-Wat­ching-Tour geplant, aber wegen der stür­mi­schen See musste sie lei­der abge­sagt wer­den. Das Eras­mus­pro­jekt war eine tolle Erfah­rung. Wir haben viele neue Men­schen ken­nen­ge­lernt, neue Freund­schaf­ten geschlos­sen und viel über die Azo­ren gelernt. Geför­dert durch:

Seit 2022 besteht eine Schul­part­ner­schaft zwi­schen der Leo­­nore-Gol­d­­schmidt-Schule und der Chim­wank­hunda Secon­dary School in Blan­tyre. Blan­tyre ist die Part­ner­stadt Han­no­vers und liegt in Malawi. Am 18. Sep­tem­ber besuchte uns im Rah­men die­ser Städ­te­part­ner­schaft eine sechs­köp­fige poli­ti­sche Dele­ga­tion aus Blan­tyre. Beglei­tet wurde sie vom Kul­­tur- und Nach­hal­tig­keits­büro der Stadt Han­no­ver. Die Gäste erhiel­ten wäh­rend ihres Besuchs, span­nende Ein­bli­cke in unsere viel­fäl­tige schu­li­sche Arbeit. Zunächst tausch­ten wir uns im Ener­gie­Lab dar­über aus, wie Schu­len prak­ti­sches Wis­sen über nach­hal­tige Ener­gie­ge­win­nung ver­mit­teln kön­nen. Dabei konnte die Gruppe am eige­nen Kör­per erfah­ren, wie es ist, Ener­gie für eine Glüh­birne selbst auf einem Ergo­me­ter zu erzeu­gen. Im Anschluss erhiel­ten wir im Leo­Lab einen Ein­blick in die beson­dere Lern­kul­tur. Lern­be­glei­tun­gen und Ler­nen­den erklär­ten, wie sie hier unter ande­ren Bedin­gun­gen als im regu­lä­ren Unter­richt gelernt wird. Beson­ders beein­druckte die Dele­ga­tion die hohe Moti­va­tion der Kin­der, frei­wil­lig und selbst­be­stimmt zu ler­nen. Nach die­sen Ein­drü­cken wur­den wir im SV-Raum von der Fair­­Trade-AG und der Schü­ler­ver­tre­tung emp­fan­gen. Bei fair gehan­del­tem Oran­gen­saft und selbst geback­tem Kuchen stell­ten die Mit­glie­der der Fair­­Trade-AG ihre Pro­jekte und Ideen vor. Diese stie­ßen auf große Begeis­te­rung, so dass Dele­ga­tion aus Malawi auch in Zukunft die Zusam­men­ar­beit mit der Fair­­Trade-AG unter­stüt­zen und neue tolle Pro­jekte initi­ie­ren möchte. Zum Abschluss des ereig­nis­rei­chen Tages fand eine Gesprächs­runde mit dem Wahl­pflicht­kurs des 9. Jahr­gang sowie dem Che­mie­kurs des 12. Jahr­gangs statt. Die Schüler:innen konn­ten den Gäs­ten aus Malawi Fra­gen stel­len und sich über Gemein­sam­kei­ten und Unter­schiede zwi­schen Deutsch­land und Malawi aus­tau­schen – ein Aus­tausch, der auf bei­den Sei­ten auf gro­ßes Inter­esse stieß. Am Ende des Tages blieb bei allen Betei­lig­ten ein opti­mis­ti­scher Ein­druck zurück. Trotz der gro­ßen geo­gra­fi­schen Ent­fer­nung ver­bin­den uns viele Gemein­sam­kei­ten – nicht nur in unse­ren per­sön­li­chen Inter­es­sen und Ziele, son­dern auch im Enga­ge­ment für glo­bale Her­aus­for­de­run­gen wie den Kli­ma­wan­del oder den Schutz der Demo­kra­tie.