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Schwerpunktkurse Politik/Wirtschaft des 13. Jahrgangs in Berlin
Zum Abschluss der Qualifikationsphase haben sich die beiden Politik-Schwerpunktkurse (Peters/Köhne) des 13. Jahrgangs vor den anstehenden Abiturarbeiten auf eine Berlinreise begeben, um die Arbeitsweisen zentraler Verfassungsorgane noch einmal hautnah mitzuerleben und die Schulzeit gebührend ausklingen zu lassen. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto vor dem Reichstagsgebäude stand ein Besuch beim SPD-Abgeordneten Anis Ahmetovic im Paul-Löbe-Haus auf dem Programm. Durch die vorgezogene Bundestagswahl wurde dieser durch seinen wissenschaftlichen Mitarbeiter Simon Rapp vertreten, der vor allem Fragen um die Transformation der Wirtschaft, die Politik der AfD, das gemeinsame Abstimmungsverfahren der CDU/CSU-Fraktion mit AfD-Stimmen sowie allgemeine Fragen, wie man zu einem wissenschaftlichen Mitarbeiter werde, beantwortete. Leider musste auch der geplante Besuch einer Plenardebatte im Bundestag einem Vortrag aufgrund der vorgezogenen Bundestagswahl weichen. Nach einem abschließenden Besuch auf der Kuppel des Bundestags ließen die Kurse den Abend beim jeweiligen Kurs-Abendessen gesellig ausklingen. Am nächsten Tag klingelte der Wecker bereits um 6:30h, um nach einem kurzen Frühstück den Bundesrat zu besuchen. Ein besonderes Highlight war dabei die Simulation einer Plenarsitzung, bei der die angehenden Abiturient:innen in die Rollen der Ministerpräsidenten schlüpften und zur Frage, ob eine Überprüfung der Fahrtauglichkeit für ältere Generationen eingeführt werden sollte, Reden hielten und dabei deutliche Unterschiede in ihrer jeweiligen Argumentation – je nach Landesregierung – feststellten. Vor der Rückreise stand noch ein selbst ausgewählter Ausflug in den Berliner Dungeon an. In einem gruselig-witzigem und interaktiven Erlebnis erfuhr die Gruppe etwas über die Berliner Geschichte, obgleich der Spaßfaktor hierbei deutlich im Vordergrund stand. Ein toller Abschluss vor dem Abitur mit hautnaher Politik und Gemeinschaft! Niklas Köhne und Jörg Peters
Exkursion ins Bissendorfer Moor – Nachhaltigkeit hautnah erleben
Am 17. Februar begaben sich rund 60 Schüler:innen des LeoLab auf eine spannende Moor-Exkursion. Die Aktion fand in Kooperation mit dem BioLAB der Leonore-Goldschmidt-Schule und der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen statt und bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, aktiv zum Umweltschutz beizutragen. Im Vorfeld der Exkursion erhielten die Schüler:innen eine theoretische Einführung in das Thema Moor. Dominik Barnert bereitete sie mit einem Stationenlernen auf die Besonderheiten dieses einzigartigen Lebensraums vor. Vor Ort begleiteten zudem Biologie-Studierende die Gruppe und vermittelten den Teilnehmenden weiteres Wissen über die Bedeutung und Eigenheiten des Moores. Vor Ort wurde eine sogenannte Entkusselung durchgeführt – das Entfernen von Büschen und Bäumen, um die Wiedervernässung des Bissendorfer Moores zu unterstützen. Moore sind eine der effektivsten CO2-Senken und leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Diese Maßnahme passt perfekt zu unserem Bestreben, eine klimaneutrale Schule zu werden. Nach der Arbeit gab es eine wohlverdiente Stärkung: Die Imkerei der IGS List versorgte die fleißigen Helfer:innen mit leckeren Honigbroten. Zudem hatten wir großes Glück mit dem Wetter – die frühlingshafte Sonne verwöhnte uns den ganzen Tag und machte das Erlebnis noch schöner. Trotz des kleinen Fußmarsches zum Einsatzort waren sich am Ende alle einig: Die Exkursion war ein tolles Erlebnis und eine wertvolle Erfahrung für alle Beteiligten!
„Lernt schwimmen“ – Exkursion des Deutsch-Leistungskurses nach Weimar
Mit diesem Satz endete das Theaterstück im Nationaltheater Weimar am 31.01. Im Publikum: Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs der Leonore-Goldschmidt-Schule, die die Zeugnisferien für eine Exkursion genutzt haben. Die Inszenierung von Erich Kästners „Fabian“ hatte die Botschaft, sich auch dann für Gerechtigkeit einzusetzen, wenn bereits alles verloren scheint. Eine gelungene Aufführung an dem Tag, an welchem ein Antrag im Bundestag für eine Veränderung in der Migrationspolitik knapp scheitert. Der zweite Tag der aufregenden Kurzreise in Weimar begann mit dem Besuch des Goethe-Hauses und dem direkt daneben gelegenen Goethe-Museum, in welchen die Teilnhemenden viel über Goethes Leben in der Stadt, sowie über seine Werke erfahren konnten. Besonders beeindruckend waren Goethes Sammlungen von Kristallen und alten Gemälden. Zudem besichtigte die Gruppe sein Arbeitszimmer, das Treppenhaus und den Sessel, in dem er 1832 verstarb. Darüber hinaus lernte die Gruppe mehr über die Dichterfreundschaft zwischen Goethe und Schiller und erhielt viele Eindrücke von Goethes politischer Rolle in Weimar. Ebenso auf dem Programm stand die wohl schönste Bibliothek Deutschlands. Diese war anfangs die private Bibliothek der Herzogin Anna Amalia, bis man sich entschied, sie für das Volk zu öffnen. Heute ist die Bibliothek eine Forschungsbibliothek mit einem Schwerpunkt auf Literatur- und Kulturgeschichte. Allerdings gibt es immer noch den berühmten Rokokosaal, ein prächtig geschmückter Bibliotheksraum. Die Bibliothek wurde ursprünglich als „Herzogliche Bibliothek“ unter Herzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar gegründet. Ihren Namen erhielt sie, nachdem Herzogin Anna Amalia, die sie 1766 in ihr Schloss verlegen und erweitern ließ. Unter Leitung von Herzogin Anna Amalia und später auch unter Goethe, der 35 Jahre lang als Bibliothekar tätig war, entwickelte sie sich zu einer bedeutsamen Bibliothek der Weimarer Klassik. Sie enthielt deutsche und generell umfassende europäische Literatur. Sehr berühmt ist der verbliebene Rokokosaal, ein Bibliotheksraum mit kunstvollen Verzierungen aus Gold an den Bücherregalen und Wänden des Raums. Ein schwerer Brand am 02.09.2004 zerstörte leider den oberen Teil der Bibliothek und damit viele historische Bücher. Am Sonntag vor der Abfahrt hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, das Bauhaus-Museum zu besuchen und an einer Führung teilzunehmen. Dieses Museum präsentiert die Geschichte und Ideen der berühmten Kunst- und Designschule. Während der Führung erfuhren wir etwas über die Gründung des Bauhauses durch Walter Gropius im Jahr 1919, die Lehre der Hochschule sowie über die zentralen Prinzipien der Bauhaus-Philosophie: funktionales Design, reduzierte Formen und die Verbindung von Kunst und Handwerk. Sehr interessant war die Vielfalt der Ausstellung. Präsent waren Möbelstücke und Architekturmodelle bis hin zu typografischen Arbeiten und Alltagsgegenständen, die die revolutionären Ideen des Bauhauses veranschaulichten. Fun fact: Die Einbauküche war eine deutsche Erfindung des Bauhauses! Nach der Führung ließen wir den Besuch im Café des Museums ausklingen, das im modernen Bauhaus-Stil gestaltet war. Neben dem köstlichen Kuchen verbrachten wir die restliche Zeit mit Gemeinschaftsspielen. Der Besuch im Bauhaus-Museum zeigte uns, wie stark diese Bewegung bis heute Design, Architektur und Kunst beeinflusst. Es war eine inspirierende Erfahrung, die Verbindung zwischen der Kunst, die Literatur und der Gesellschaft verdeutlichte – ganz im Sinne des Deutsch-LKs. Avan Al-Khodor, Katharina Grünig, Banu Taha
„Ernst“Haft Berlin – Theaterfahrt des 13. Jahrgangs nach Berlin
Nach den Halbjahreszeugnissen ging es für 14 Schüler*innen des 13. Jahrgangs nach Berlin. Direkt nach dem Check-In im Hotel sind wir zum Deutschen Theater aufgebrochen und hatten unter der Leitung des Theaterpädagogen Timo Staaks einen sehr inspirierenden vorbereitenden Workshop zur Inszenierung „Bunburry. Ernst sein is everything“. Die Inszenierung nach der Stückvorlage von Oscar Wildes „One Bench Four Movements“ lud ein zu vielen Wortspielen mit dem Wort und gleichzeitig Vornamen „Ernst“. In der zweistündigen Verwechslungskomödie wurde viel gelacht und anlässlich des aktuellen politischen Diskurses wurde der „FCK AFD“ Aufdruck eines Bühnentechnikers und der Ausruf der Schauspielerin Lisa Birke Balzer als Gwendolen Fairfax „Ernst“ sei doch ein deutlich besserer Name als „Friedrich“ mit viel Jubel kommentiert. Am Samstag ließ sich der Kurs bei ungemütlichem Wetter im Monbijou Park auf das Theaterformat des „Radioballetts“ ein und reflektierte anschließend die Radioballett Produktion „One Bench Four Movements“ des Choreografen Mohamed Toukabri. Abends ging es ins Maxim Gorki Theater, wo der Roman von Sasha Marianna Salzmann „Im Menschen muss alles herrlich sein“ von One Bench Four Movements inszeniert wurde. Im Kontrast zu Freitag war diese Produktion deutlich leiser und nachdenklicher und erzählte die Geschichte zweier aus der Ukraine stammenden Mütter, die nach ihrer Immigration nach Deutschland in den 90ern in dem fremden Land ihre zwei Töchter großziehen. Etwas müde, aber ausgelassen trat die Gruppe am Sonntagmorgen den Rückweg nach Hannover an. Ein „Ernst“haft gelungener Ausflug. Lilith Schön


























































