

Die Schülerinnen und Schüler des 9. bzw. 10. Jahrgangs im Erasmus-Projekt „Life in the Digital Age“ erwarteten den Besuch im November schon gespannt: 16 Schülerinnen und Schüler von unseren Partnerschulen in San Javier, Spanien, (IES Ruiz de Alda) und Povoa de Lanhoso, Portugal, (Agrupamento de Escolas de Povoa de Lanhoso) kamen für eine Woche vom 17.–21. November 2025 zu Besuch nach Hannover. Es war der Gegenbesuch und letzte Abschnitt unseres Erasmus-Projekts, das Herr Eckert zusammen mit Frau dos Santos und Frau Scherpelz organisiert haben. Bereits im Januar und März 2025 waren die deutschen Austauschgruppen in Spanien und Portugal zu Gast. Es war nun also an uns, Gastfreundschaft zu zeigen, den Schulalltag ein stückweit hinter uns zu lassen und den europäischen Austausch über (Sprach-)Grenzen hinweg zu leben.
Als gemeinsames Projekt stand in dieser Woche das digitale Arbeiten und Lernen im Zentrum: in einem intensiven Experten-Workshop übte man, KI-Programme sinnvoll für die Schule und das Leben zu nutzen, aber auch die Möglichkeiten und (ethischen) Grenzen von KI zu reflektieren. Auf dieser Basis entwickelten deutsch-portugiesisch-spanische Gruppen dann eigene Projekte, die die „Erasmus Experience“, also das Besondere an einem Erasmus-Austausch, mit digitalen Mitteln verdeutlichen sollten. Die Ergebnisse schauten wir uns am letzten Projekttag gemeinsam an und waren überrascht und begeistert: wir erlebten eine bunte Vielfalt von Erasmus-Lesezeichen über eine Erasmus-Projektzeitung bis hin zu kreativen Videos, die Erasmus zum Leben erweckten. Am Ende stand aber auch ein Moment des Innehaltens und der Nostalgie. Die Projekte hatten uns nochmal vor Augen geführt, wie besonders die Austauscherfahrungen des letzten Jahres waren und wie sehr jede und jeder Einzelne daran gewachsen ist.
Natürlich war die Woche noch so viel mehr als die gemeinsame Projektarbeit. Der Austausch bedeutete, einen Spanier bzw. eine Portugiesin für eine Woche in den eigenen vier Wänden aufzunehmen. Gespräche über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu führen. Deutsches Essen zu kochen, oder eben das, was die eigene Familie gerne ist. Ausflüge in den Escape Room, zum Schlittschuhfahren, Filme zusammen (auf Englisch) zu schauen oder einfach durch Hannover zu schlendern. Und bei allen kleinen und großen Unterschieden war immer klar, dass wir als Europäer viel mehr Gemeinsamkeiten teilen, voneinander lernen können und die europäische Vielfalt uns alle bereichert. Der wehmütige Abschied und die Versprechen hier und da, sich in Zukunft nochmal zu besuchen waren der beste Beweis, dass ein Erasmus-Austausch nicht nur den eigenen Horizont erweitert sondern auch Freundschaften über Grenzen hinweg ermöglicht, die unser Europa schließlich zusammenhalten.
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