

In der Woche vom 16. – 20.03.2026 durften wir eine Gruppe ukrainischer Schüler*innen und Lehrerinnen an unserer Schule willkommen heißen. Die Begegnung war geprägt von intensivem Austausch, vielfältigen gemeinsamen Aktivitäten und vielen bereichernden
Erfahrungen für alle Beteiligten. Außerdem der gemeinsamen Entwicklung und Weiterführung von Projekten.
Der Montag begann mit einem gemeinsamen Frühstück in der Jugendherberge, bevor die Gäste zur Schule gebracht wurden. Dort erfolgte die offizielle Begrüßung durch den Schulleiter, Herrn Dr. Bax, sowie eine Führung durch das Schulgebäude. Anschließend nahmen die ukrainischen Schülerinnen am Unterricht teil, unter anderem im Fach Deutsch sowie in den Naturwissenschaften. Nach dem Mittagessen stand zunächst Freizeit auf dem Programm, bevor am Nachmittag ein Empfang im Rathaus folgte. Dort wurden sie durch die Landeshauptstadt Hannover von Herrn Oberbürgermeister Onay sowie Herrn Markurth vom Niedersächsisches Kultusministerium begrüßt und erhielten anschließende eine Führung durch das Rathaus. Der Tag klang mit einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant aus, bei dem auch Schüler*innen der Klasse 10a teilnahmen.
Am Dienstag konnten die Gäste weitere Einblicke in den Schulalltag gewinnen. Sie besuchten den Musikunterricht und später eine Informatikstunde. Neben dem Unterricht blieb ausreichend Zeit für gemeinsame Freizeitaktivitäten mit der Klasse 10a, wodurch erste Kontakte vertieft und neue Freundschaften geknüpft werden konnten.
Der Mittwoch begann früh und führte die Gruppe zunächst in den Politikunterricht sowie in den Gesellschaftslehre-Unterricht. Am Nachmittag stand eine „Große Garten Tour“ durch Hannover auf dem Programm, bei der die ukrainischen Gäste gemeinsam mit den deutschen Schüler*innen die Stadt näher kennenlernen konnten. Der Tag wurde mit dem Abendessen in der Jugendherberge abgeschlossen.
Am Donnerstag stand zunächst ein Besuch im Zoo auf dem Programm, der für viele ein besonderes Highlight darstellte. Ein weiterer Höhepunkt war das gemeinsame Kochen mit Schüler*innen der Klasse 10a, bei dem nicht nur kulinarische, sondern auch kulturelle Erfahrungen ausgetauscht wurden. Der Tag bot darüber hinaus erneut Raum für gemeinsame Freizeitgestaltung.
Der Freitag war besonders geprägt durch das gemeinsame Arbeiten im Energie-LAB. Hier wurde eine BNE-Projektarbeit durchgeführt, die bei allen Beteiligten auf großes Interesse stieß. Eine Kollegin berichtete dazu: Es war schön mit der Gruppe aus der Ukraine und die meisten haben engagiert experimentiert. Zunächst ging es um Energie am Ergometer, dem sogenannten Energiefahrrad. Anschließend wurde das Thema CO₂ als Treibhausgas behandelt, bevor zahlreiche Stationen rund um das Thema Luft ausprobiert werden konnten. Die Schüler*innen erhielten eine kleine Materialtüte und konnten vieles eigenständig erproben – mit Ausnahme einiger aufwendiger Stationen wie dem „fliegenden Teppich“ oder dem Windkanal zur Testung selbst gebauter Windräder. Es wurden zahlreiche Fotos und Videos gemacht, und die Gruppe hatte sichtlich Freude an den Experimenten.
Dabei wurde auch beobachtet, dass sich zwei Mädchen zunächst etwas zurückhielten. Angesichts der vielen neuen Eindrücke und der intensiven Woche wurde ihnen bewusst Raum gelassen. Nach einiger Zeit wurden sie von sich aus wieder aktiver. Dies verdeutlicht, wie herausfordernd solche Erfahrungen sein können – insbesondere für junge Menschen, die sich in einer ohnehin schwierigen Lebenssituation befinden. Umso wertvoller ist es, dass diese Partnerschaft ihnen zumindest für kurze Zeit eine positive Abwechslung und neue Perspektiven bieten konnte.
Nach dem Besuch bei der Schülervertretung und einem gemeinsamen Mittagessen folgte am Nachmittag ein kulturelles Programm mit Museumsbesuchen. Am Abend fand ein gemeinsames Abschlussessen mit der Klasse 10a statt. Den feierlichen Abschluss bildete der Besuch einer Varieté-Veranstaltung im Haus der Jugend.
Am Samstag trat die Gruppe schließlich früh am Morgen die Heimreise an. Insgesamt war der Besuch eine sehr bereichernde Erfahrung für alle Beteiligten. Neben dem schulischen Austausch standen vor allem das gegenseitige Kennenlernen, das gemeinsame Erleben und das Knüpfen neuer Kontakte im Mittelpunkt. Die Woche hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig und wertvoll internationale Begegnungen sind – gerade in herausfordernden Zeiten!
J. Rocholl





























































