

Am 21. September 2025 flogen wir mit einer Gruppe von zehn Schülerinnen und Schülern der Leonore-Goldschmidt-Schule von Hannover über Istanbul nach Izmir. Dort wurden wir herzlich von unseren Gastschülerinnen und -schülern am Flughafen empfangen und in die Gastfamilien gebracht.
Schon am Montagmorgen erwartete uns ein für uns ungewohnter Schulbeginn: Gemeinsam mit allen Klassen versammelten wir uns auf dem Schulhof des Kiz Lisesi, die türkische Flagge wurde gehisst und die Woche mit einem feierlichen Appell eröffnet. Anschließend führten uns die Gastschüler durch ihre traditionsreiche Schule, die 1923 von Atatürk persönlich eingeweiht wurde. Wir erfuhren, dass hier nur die besten Schülerinnen und Schüler der Türkei lernen – und dass sie beeindruckende acht Stunden pro Woche Deutschunterricht haben.
Die Woche war geprägt von einer außergewöhnlichen Gastfreundschaft und großem Interesse seitens der türkischen Schülerinnen und Schüler. Neben dem regulären Programm unternahmen wir nachmittags verschiedene Aktivitäten: Ein Bummel durch das alte Stadtzentrum mit seinem lebendigen Basar, ein Ausflug in den großen Stadtpark mit gemeinsamem Picknick und vielen kulinarischen Spezialitäten – all das ließ uns Land und Leute auf besondere Weise erleben.
Auch das gemeinsame Erasmus-Projekt „Nachhaltigkeit“ kam nicht zu kurz: In gemischten Gruppen wurde recherchiert, im Kunstraum kreativ gearbeitet und zwei Stofftaschen als Erinnerung für beide Schulen gestaltet. Am Ende der Woche präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse voller Stolz. Besonders wertvoll war außerdem die Zeit in den Gastfamilien, die unseren Schülerinnen und Schülern einen tiefen Einblick in den Alltag und die Mentalität der Türkei ermöglichte.
Der Abschied fiel allen Beteiligten schwer. Doch die wichtigste Erkenntnis bleibt: Unabhängig davon, ob jemand Türkin, Türke oder Deutscher ist – „Mensch ist Mensch“ und wir alle tragen gemeinsam Verantwortung für unseren Planeten.
Wir sind sehr dankbar, mit dem Kiz Lisesi eine neue Partnerschule gewonnen zu haben, und freuen uns schon jetzt auf viele weitere bereichernde Begegnungen in der Zukunft.
Herr Mätzing, Herr Specht


















































