Leitbild

Eine selbständige, innovative Schule verlangt Qualitätsentwicklung und Sicherung. Das Schulprogramm der Leonore-Goldschmidt-Schule ist für uns ein entscheidender Schritt in diese Richtung. Dieses Schulprogramm formuliert das pädagogische Selbstverständnis unserer Schule und trifft Aussagen über die geplante Weiterentwicklung und Verbesserung von Unterricht und Erziehung. Damit wird die Leonore-Goldschmidt-Schule transparenter und verlässlicher. Wir sagen, was wir wollen, und wir bemühen uns, das auch zu erreichen. An der Umsetzung der Ziele in den Schulalltag wollen wir uns messen lassen. Unser Schulprogramm beschreibt Leitbilder, die die Grundpfeiler unserer Arbeit sind. Vielfalt und Raum zur Persönlichkeitsbildung garantieren wir durch Professionalität und Praxisorientierung. Zu diesen Leitbildern haben wir Leitziele und Qualitätsstandards definiert, die für unsere pädagogische Arbeit maßgebend sind. Zahlreiche dieser Standards haben wir bereits erreicht, an anderen arbeiten wir, damit unsere Schule noch besser wird. In einem Arbeitsprogramm werden die Entwicklungsschwerpunkte festgelegt, die Prioritäten gesetzt, ein Zeit- und Arbeitsplan entwickelt und Zuständigkeiten geregelt. Dabei werden die vorhandenen Profile der Schule einbezogen:

  • Schule mit einem ausgeprägten Ganztagsbereich
  • Europaschule
  • Umweltschule in Europa
  • Medienprofilschule
  • Berufswahl- und Ausbildungsfreundliche Schule
  • Theaterpädagogisches Zentrum

Das Schulprogramm der Leonore-Goldschmidt-Schule wurde von einer Arbeitsgruppe aus Lehrkräften, Elternvertretern und Elternvertreterinnen unter Moderation von Gerhard Regenthal, Corporate Identity Akademie, entwickelt. Es ist das Ergebnis eines ausführlichen Diskussionsprozesses aller an der Schule Beteiligten und stellt eine Verpflichtung für unsere Arbeit in den nächsten Jahren dar.

gez. Dr. Bax Schulleiter der Leonore-Goldschmidt-Schule

gez. Lindenberg für die Schulprogrammgruppe

 

Leitbild der Leonore-Goldschmidt-Schule

Vielfalt und Raum für persönliches Lernen durch..

  • Professionalität
  • Praxisorientierung
  • Persönlichkeitsbildung

Leitbild Professionalität

Leitziel: Innovativ in Inhalten, Methoden und Medien

  • Wir legen Wert auf eine zukunftsweisende Lehr- und Lernkultur
  • Wir setzen unsere vielfältigen Medien kompetent ein
  • Wir arbeiten fächerübergreifend und handlungsorientiert

Qualitätsstandards

Zur Entwicklung und Sicherung von Methodenkompetenz bei den Schülerinnen und Schülern finden regelmäßig Trainings in allen Jahrgängen statt. Die Unterrichtsmethoden sind in einem Curriculum festgelegt. Die Lehrkräfte aktualisieren ihre Methodenkompetenz regelmäßig. In allen Klassen werden einmal pro Jahr handlungsorientierte Projektwochen mit fächerübergreifenden Themen durchgeführt. Der Umgang mit PC und Internet ist für alle SchülerInnen verpflichtend. Erlernte Fähigkeiten werden durch Zertifikate nachgewiesen. Unterrichtseinheiten zu den Bereichen Text-, Bild- und Tonbearbeitung werden im Fachunterricht aller Jahrgänge durchgeführt und in einem Medien-Portfolio dokumentiert. Ein fächerübergreifendes Konzept ist Grundlage für die Entwicklung der Lesekompetenz.

Leitziel: Qualifiziert, leistungsorientiert und differenzierend unterrichten

  • Wir erwarten und fördern eine positive Einstellung zur Leistung
  • Wir verbinden Lehrkompetenz mit Beratung und Betreuung
  • Wir verpflichten uns zu kontinuierlicher Fortbildung

Qualitätsstandards

Die Leistungsbereitschaft wird regelmäßig schriftlich differenziert bewertet und besonderes Engagement durch entsprechende Bemerkungen gewürdigt. Herausragende Leistungen werden in verschiedenen Bereichen prämiert. Jede Schülerin/jeder Schüler wird zwischen den Zeugnissen mindestens einmal beraten. Dabei wird seine Lernentwicklung, Leistung und soziale Einbindung in die Gruppe besprochen. Zur Unterstützung und Reflexion des eigenverantwortlichen Lernens führt jeder Schüler/jede Schülerin ein Lerntagebuch. Die Fachbereiche stellen den Eltern, Schülerinnen und Schülern zu Beginn eines Schuljahres ausführliche Leistungsstandards ihres Faches zur Verfügung. Jede Lehrkraft nimmt im Rahmen eines schulischen Fortbildungskonzeptes wenigstens einmal im Jahr an einer Fortbildung teil. In den Fachbereichsabsprachen zu Beginn des Schuljahres werden Hospitationspläne aufgestellt. Zur Verbesserung der Lehrqualität werden regelmäßig Evaluationen durchgeführt.

Leitziel: Engagiert im Team arbeiten

  • Wir setzen unsere Ziele und Wertvorstellungen im Team um und leben sie vor.
  • Wir unterstützen das Lernen durch überschaubare LehrerInnenteams.
  • Wir arbeiten intensiv mit Eltern zusammen.

Qualitätsstandards

In den Jahrgängen 5 – 10 betreuen zwei Lehrkräfte die Klasse. Die KlassenlehrerInnen eines Jahrgangs arbeiten in Jahrgangsteams und bestreiten einen Großteil ihres Unterrichts im Jahrgang. In den Jahrgängen 5 und 6 legen die KlassenlehrerInnen in den Verfügungsstunden den Schwerpunkt auf soziales Lernen und Methodentraining. Zusätzliche Projekte im Rahmen eines Aktionsplans werden von den Jahrgangsteams organisiert. Die Fachlehrkräfte eines Jahrgangs legen in ihren Fächern anhand der schulischen Pläne für alle Schüler gleiche und verbindliche Inhalte und Bewertungsmaßstäbe fest. Konflikte werden im Rahmen eines Beratungskonzeptes bearbeitet, in das Konfliktlotsen, Sozialpädagogen, Sozialpädagoginnen und Beratungslehrkräfte eingebunden sind. Wir führen einen kontinuierlichen Dialog mit den Eltern und erwarten die regelmäßige Teilnahme an Sprechtagen und Elternabenden. Zielvereinbarungen mit den Eltern, Schülerinnen und Schülern werden schriftlich festgehalten.

Leitbild Praxisorientierung

Leitziel: Auf Beruf und Studium umfassend vorbereiten

Wir unterstützen mit unserem zertifizierten Berufsvorbereitungskonzept als „Berufswahl- und Ausbildungsfreundliche Schule“ intensiv den Prozess der Berufsorientierung eines jeden Schülers/jeder Schülerin.
Wir qualifizieren unsere SchülerInnen in Kooperation mit regionalen Partnern für ihre Entscheidung zwischen Beruf und Studium.
Wir fördern durch unsere vielfältige Lernkultur Selbstständigkeit und Verantwortung.

Qualitätsstandards

Ab Klasse 8 wird ein Begleitbogen zur Berufsfindung und persönlichen Entwicklung des Schülers/der Schülerin geführt. In verpflichtenden Vorbereitungskursen in den Jahrgängen 9 und 10 werden die SchülerInnen entweder auf die Berufswelt oder auf die gymnasiale Oberstufe vorbereitet. Die Kurse haben verbindliche Inhalte und Methoden. In einem breit gefächerten Wahlpflichtbereich haben die SchülerInnen die Möglichkeit einer vorberuflichen Profilbildung. Eltern und SchülerInnen werden regelmäßig über die Angebote des berufsbildenden Schulwesens in der Region informiert. Experten und Expertinnen aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften geben den Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II Entscheidungshilfe für die Berufswahl. Mit Partnern aus der Wirtschaft führen wir in den Abgangsklassen der Sekundarstufe I und II regelmäßig ein Bewerbertraining mit Einstellungstests durch. Betriebserkundungen mit intensiver Vor- und Nachbereitung sowie Betriebspraktika gehören zum Schulalltag. Eltern und ehemalige SchülerInnen informieren im Unterricht über eigene Erfahrungen und neueste Entwicklungen in der Berufs- und Arbeitswelt.

Leitziel: Für Europa lernen

  • Wir engagieren uns für ein gemeinsames Europa.
  • Wir vermitteln als anerkannte Europaschule über den Unterricht hinaus europäisches Denken und Handeln.
  • Wir machen Europa in Schüleraustausch und internationalen Projekten mit mehr als 10 Ländern erlebbar.

Qualitätsstandards

Zusätzlich zu den Fremdsprachen Englisch, Französisch, Latein und Spanisch werden bilinguale Kurse in den Natur- und Gesellschaftswissenschaften angeboten. Lerngruppen der Leonore-Goldschmidt-Schule nehmen regelmäßig an internationalen Projekten und Wettbewerben teil. In jedem Jahr finden themenbezogene Europa-Projekte statt. Unsere SchülerInnen und Eltern aus anderen Kulturen bereichern dieses Angebot. In unserem Konzept für Studienfahrten in der Sekundarstufe II spielen internationale Begegnungen eine wesentliche Rolle. Im 8. Jahrgang nimmt jede Klasse an einer internationalen Begegnung teil. Wir pflegen regelmäßig internationale Kontakte in den Bereichen Theater, Musik und Kunst.

Leitziel: Natur, Technik und Kultur begreifen

  • Wir stellen das selbstständige Entdecken und Lernen in den Vordergrund.
  • Wir gestalten unsere Schulkultur lebendig und vielfältig.
  • Wir sind als Umweltschule in Europa ökologischen Zielen besonders verpflichtet.

Qualitätsstandards

An außerschulischen Lernorten und durch Expertenwissen im Unterricht lernen die SchülerInnen in festgelegten Unterrichtseinheiten die Verknüpfung von Natur, Technik und Umwelt kennen. Die Zusammenhänge von Natur, Technik und Gesellschaft werden fächerübergreifend vermittelt. Entsprechende Unterrichtsinhalte sind im Schulcurriculum festgelegt. Beim Ressourcenverbrauch und bei der Ausstattung der Schule ist die Umweltverträglichkeit vorrangig. An unserer Schule beteiligt sich jede Schülerin/jeder Schüler der Sekundarstufe I an mindestens einem Umweltprojekt. Zum selbstständigen Entdecken, Experimentieren und Forschen nimmt jeder Schüler/jede Schülerin im Laufe der Schulzeit mindestens zwei praxisorientierte Angebote im SchulLab wahr. Die SchülerInnen nutzen regelmäßig die vielfältigen Möglichkeiten, die Bibliothek, Experimentiergeräte und Computerräume bieten. In jedem Schuljahr präsentieren die SchülerInnen ihre Arbeitsergebnisse aus dem musisch-kulturellen Bereich den Mitschülern und Mitschülerinnen des Jahrgangs und den Eltern. Unsere vielfältigen praxisorientierten Aktivitäten sind in einem gemeinsam abgestimmten Konzept festgelegt.

Leitbild Persönlichkeitsbildung

Leitziel: Mit allen Sinnen lernen

Wir berücksichtigen die individuellen Lernvoraussetzungen eines jeden Schülers/einer jeden Schülerin.
Wir bieten als Ganztagsschule Raum und Zeit für persönliche Erfahrungen, auch an außerschulischen Lernorten.
Wir schaffen eine positive Atmosphäre für ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand.

Qualitätsstandards

Durch Diagnoseverfahren stellen wir in den Jahrgängen 5 und 6 die ganzheitlichen Lernvoraussetzungen eines jeden Schülers/einer jeden Schülerin fest. Das Lernen mit allen Sinnen ist Bestandteil eines jeden Curriculums und beinhaltet die Anerkennung von kognitiven und nicht-kognitiven Leistungen. Vielfältiges Lernen an außerschulischen Lernorten, Exkursionen, Landheimfahrten, internationale Begegnungen und Seminare bieten Raum für persönliche Erfahrungen und gehören bei uns zum Jahresprogramm. Theater/Darstellendes Spiel ist Unterrichtsfach in allen Jahrgängen. Das Theaterpädagogische Zentrum mit seinem Netzwerk ermöglicht die Teilnahme an vielfältigen kulturellen Angeboten. Fächerübergreifendes Arbeiten in Inhalten und Methoden ist bei uns Standard. Im Rahmen der im Lehrplan verankerten Gesundheitserziehung schulen wir Bewegungs- und Ernährungsbewusstsein im Unterricht und in Gruppen des Ganztagsbereiches. Wir überprüfen regelmäßig unsere Lern- und Lehratmosphäre durch innerschulische Supervision.

Leitziel: Profile entdecken und formen

  • Wir bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, an einem vielfältigen Angebot nach ihren Neigungen und Leistungsschwerpunkten teilzunehmen.
  • Wir fördern Begabungen und Talente.
  • Wir unterstützen die Entfaltung individueller Profile – das schafft Selbstbewusstsein.

Qualitätsstandards

In Mathematik und Englisch, Deutsch und Naturwissenschaften wird nach Lernvoraussetzungen und Leistungsmöglichkeiten differenziert. Ein breit gefächertes Angebot im Wahlpflichtbereich, in Arbeitsgemeinschaften, Förder- und Forderkursen und in den Vorbereitungskursen 9/10 ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, ihre Fähigkeiten zu entdecken und weiter zu entwickeln. Wir entwickeln individuelle Profile für jeden Schüler/jede Schülerin und leiten daraus Forder- und Förderpläne ab. In Lerntagebüchern dokumentiert jede Schülerin/jeder Schüler den persönlichen Lernprozess. Wir geben den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, durch Differenzierungs- und Förderangebote ihre Schullaufbahn entwicklungsgerecht zu gestalten. Zum Erreichen des Abiturs stehen den Schülern und Schülerinnen in der Regel 13 Schuljahre zur Verfügung; diese Zeit kann bei entsprechenden Leistungsvoraussetzungen individuell auf 12 Jahre verkürzt werden.

Leitziel: In Verantwortung leben

  • Wir erziehen zum Verantwortungsbewusstsein mit Rechten und Pflichten für sich selbst und andere.
  • Wir profilieren unsere Schulgemeinschaft durch Mitentscheidung, Mitgestaltung und Mitverantwortung von Eltern, Schülern und Schülerinnen.
  • Wir befähigen unsere SchülerInnen, ihren eigenen Weg zu finden und eine positive Lebenseinstellung zu entwickeln – mit Freude in die Zukunft!

Qualitätsstandards

Gemeinsame Regeln und Erziehungsziele sind in der Schulcharta für alle verbindlich niedergeschrieben. Für die Mitgestaltung der Schulgemeinschaft informieren wir durch vielfältige schulinterne Medien. Wir erwarten und unterstützen verantwortliche SchülerInnen- und Elternmitarbeit in verschiedenen Bereichen sowie im Förderverein der Schule. Wir fördern die Mitarbeit von Eltern und SchülerInnen durch jährlich stattfindende Seminare. Soziales Engagement wird regelmäßig ausgezeichnet und veröffentlicht. Ehemalige SchülerInnen und Lehrkräfte werden über die Entwicklung unserer Schule informiert und in die Arbeit einbezogen. Regionale wirtschaftliche und gesellschaftliche Verantwortung zeigen wir in regelmäßigen Veranstaltungen und Projekten mit unseren außerschulischen Partnern.