Fairtrade-Kompass der Leonore-Goldschmidt-Schule

Die Leonore-Goldschmidt-Schule beteiligt sich an der Kampagne „Fairtrade-Schools“ des gemeinnützigen Vereins TransFair und strebt den Status einer „Fairtrade-School“ an.

Mit der Auszeichnung zur „Fairtrade-School“ bestätigen wir unser Engagement für den Fairen Handel und leisten einen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von benachteiligten Bauern- und Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika.
Fairtrade soll in diesem Rahmen einen noch festeren Platz in dem Alltag an unserer Schule einnehmen und die Schüler und Schülerinnen sollen auch eine veränderte Einstellung zum Thema Nachhaltigkeit mit nach Hause nehmen.
Die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stellt einen wichtigen Schwerpunkt unserer Schule dar. Konzeptionell verfolgt die Leonore-Goldschmidt-Schule die im Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung genannten Zielsetzungen. Im Unterricht wird dies bereits auf vielfältige Weise aufgegriffen. Insgesamt zeichnet sich die Schule dadurch aus, dass der faire Handel sowie Nachhaltigkeitsaspekte in Form eines Spiralcurriculums in den Unterricht integriert sind. So setzen sich die Schülerinnen und Schüler in regelmäßigen Abständen mit BNE-Themen auseinander. Zwei BNE-Koordinatoren aus den Fachbereichen Naturwissenschaften und Gesellschaftslehre wirken dabei mit, den fächerübergreifenden Unterricht aufeinander abzustimmen und Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler zu beraten. Dabei wird an bereits bestehende Projekte und Initiativen wie das EnergieLAB, “Plant for the Planet“, sowie Aktionen im Rahmen der Umweltschule in Europa angeknüpft.
Exemplarisch ist dabei der 11. Jahrgang zu nennen, in dem die Fächer Englisch und Politik-Wirtschaft einen gemeinsamen Unterrichtsschwerpunkt zum Thema Nachhaltigkeit und Entwicklung haben, bei dem fächerübergreifend für ein Quartal der Faire Handel, nachhaltiger Konsum und die UN-Entwicklungsziele bis 2030 thematisiert werden.
Zudem gibt es an der Leonore-Goldschmidt-Schule seit 2015 im 5. und 6. Jahrgang sog. “Schwerpunktklassen”. Jeweils eine Klasse – die “Eine-Welt-Klasse” – hat einen entwicklungspolitischen Schwerpunkt.
Mit festen Traditionen (faire Nikoläuse zum Nikolaustag, faire Rosen am Valentinstag), die es schon länger an unserer Schule gibt, und neu eingeführten Aktionen (z.B. Fairtrade Verkaufsständen bei den Schulveranstaltungen) sind wir als Fairtrade-Schulteam über das ganze Schuljahr immer wieder präsent und informieren so neben den Schülerinnen und Schülern auch die Eltern.
Bei bisherigen Veranstaltungen wie dem Tag der offenen Tür, Schulfesten oder auch im Rahmen der fairen Woche konnten wir bereits die Mitglieder der Schulgemeinschaft vom Kauf fairer Produkte überzeugen. Dazu arbeiten wir mit unserem lokalen AllerWeltsLaden zusammen. Auch mit unserem fairen Kuchen- und Muffinverkauf konnten wir punkten. Desweiteren planen wir, wie schon in diesem Jahr (Banana-Fairday), an den Projekten von TransFair teilzunehmen. Eine weitere Idee ist es, das neu eingeführte Eltern-Cafe unserer Schule mit fairer Verkostung auszustatten.
Für die nächsten Jahre wollen wir die Faire Woche als festen Termin im Schulablauf verankern, das Angebot an fairen Waren im Bistro erweitern, Vertrauenskassen für faire Produkte in den Lehrerzimmern einrichten und Schulkleidung aus fairer Produktion beziehen.
Faire Produkte sollen zur bevorzugten 1. Wahl werden und das Thema Nachhaltigkeit in allen Jahrgängen thematisiert werden. Schülerinnen und Schüler jeden Alters sollen dafür sensibilisiert werden, was hinter ihren Kaufentscheidungen steckt und inwiefern ihre täglichen Kaufentscheidungen etwas verändern können. Die größte Herausforderung ist dabei, der Idee, dass Fairtrade teurer ist, etwas entgegenzusetzen. Außerdem stellt sich die Frage, ob die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern die Idee des Fairtrade in allen Bereichen annehmen. Hierbei sehen wir es als unsere Aufgabe, intensiv über das Thema Fairtrade aufzuklären und den Mitgliedern unserer Schulgemeinschaft aufzuzeigen, wie sich der Preis von Fairtrade-Produkten zusammensetzt und wem das Geld zugute kommt.
Wir werden so viele fair gehandelte Produkte wie möglich an unserer Schule anbieten; neben den bereits zu 100% mit Fairtrade-Kaffee versorgten Lehrerzimmern, wird dort auch kurzfristig ein kleines Angebot an unterschiedlichen Fairtrade-Produkten mit einer Vertrauenskasse angeboten. Für die Schüler und Schülerinnen hat auch unser Bistro mit Fairtrade-Tee und -Keksen ein faires Produktangebot.
Weitere Ideen sind faire Schulshirts und Abschlusspullis, sowie neben wiederverwendbaren Dosen für Salate von unserer Salatbar, auch wiederverwendbare Kaffeebecher einzuführen und somit unsere Schule noch nachhaltiger zu machen.
Als zukünftige Fairtrade-School setzen wir uns dafür ein, dass an unserer Schule der Faire Handel gefördert wird. Die in der Zukunft geplanten Projekte und die dargestellten Herausforderungen verstehen wir als unsere zukünftigen Aufgaben im Schulteam. In diesem Sinne werden wir weiter daran arbeiten, die Themen Nachhaltigkeit und fairer Handel stärker sichtbar zu machen.

Aktuelle Aktivitäten unseres Fairtrade-Schulteams veröffentlichen wir regelmäßig auf dem
Blog der Kampagne Fairtrade-Schools