Unsere Aktivitäten zu Ziel 17: Zusammen können wir die Welt verändern Einerseits müssen vor allem die reichen Industriestaaten genügend Gelder bereitstellen. Andererseits brauchen wir neue Regeln, um noch lange menschenwürdige Lebensbedingungen auf unserem Planeten vorzufinden. Regierungen, die Gesellschaft und Unternehmen müssen gemeinsam an ihrer Umsetzung arbeiten. Nur zusammen in starken Partnerschaften können wir die 17 Ziele erreichen. Fangen wir an umzudenken! Wir kooperieren mit anderen Schulen und öffentlichen Einrichtungen, arbeiten mit anderen Umweltschulen, Europaschulen und Fairtradeschulen zusammen. Wir haben Kooperationen mit dem Lesementoring, dem Fachbereich Kultur und dem Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover, dem Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) und dem Schulbiologiezentrum Hannover (SBZ). Außerdem ist unsere Schule Mitglied im IGS-Qualitätsnetzwerk, führt Erasmusprojekte mit europäischen Partnern durch, engagiert sich im Netzwerk Zukunft mit dem Rotary Club zusammen sowie mit ProBeruf und dem FöTEV-Nds. e.V., einem Dachverband von Migrant*innenvereinen, die im Bereich Erziehung und Bildung tätig sind.

Unsere Aktivitäten zu Ziel 16: Für Frieden in Europa und der Welt Alle Menschen sollen sich auf die Garantie der Menschenrechte verlassen. Für die Durchsetzung der Rechte brauchen wir funktionierende Staaten. Leider sind es aber oft auch Staaten, die Menschenrechte verletzen. Durch internationale Kooperation sollen Gewalt, Terror und Kriminalität bekämpft werden. Ohne Zusammenarbeit zwischen den Staaten kann auch kein Frieden gelingen. Als Europaschule in Niedersachsen leben wir den Gedanken eines friedlichen Zusammenlebens in einem geeinten Europa. Wir lernen die Funktionsweise und Wichtigkeit grundlegender staatlicher Institutionen kennen, führen Schülerwahlen durch, kooperieren in Erasmus-Projekten mit Menschen anderer europäischer Länder, besuchen Gedenkstätten oder Gedenkveranstaltungen, Parlamente und Museen und beteiligen uns am Briefmarathon von Amnesty International (Verfassen von Briefen für die Freiheit und für die Einhaltung der Menschenrechte). Unser Europa soll demokratisch und solidarisch sein, die Menschenrechte achten und Natur und Klima schützen.

Unsere Aktivitäten zu Ziel 15: Die biologische Vielfalt erhalten Die biologischen Vielfalt wird gerade im rasanten Tempo zerstört, dabei ist sie Grundlage unseres Lebens. Mehr als die Hälfte der Regenwälder wurden zum Beispiel für die Palmöl-, Agrartreibstoff-, Futtermittel- und Fleischproduktion bereits vernichtet. Künftig müssen Land, Wald und Wasserquellen besser geschützt werden. Als → Umweltschule in Europa verfolgen wir das Ziel die Bereitschaft zu umweltgerechtem Verhalten zu erhöhen. Wir thematisieren die Bedrohung der biologischen Vielfalt im Unterricht, führen regelmäßig Freilandexkursionen zur Untersuchung von Ökosystemen und zur Pflege von Moorlandschaften im Rahmen des BioLAB-Projektes durch, sparen Energie und Ressourcen mit Unterstützung des Energie-LABs, lernen im Schulgarten und Schulzoo Pflanzen und Tieren kennen sowie lieben und bauen Insektenhotels, Vogel- und Igelhäuser im Unterricht.

Unsere Aktivitäten zu Ziel 14: Das Leben unter Wasser schützen Die Ozeane sind der Ursprung allen Lebens auf der Erde, doch wir Menschen verschmutzen die Meer mit Müll und Schadstoffen. Jedes Jahr landen ca. 10 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen. Schon bald könnte es mehr Plastik als Fische geben. Da Meerestiere die oftmals kleinen Plastikteilchen mit Nahrung verwechseln, landen diese irgendwann auch wieder auf unseren Tellern. Die Einleitung von Abwässern und Düngemitteln, Überfischung und Erderwärmung bedrohen die Lebensgrundlage der Menschheit zusätzlich. So darf es nicht weitergehen! Wir führen im Rahmen des BioLAB-Projektes Exkursionen in die Ökosysteme See und Fließgewässer mit unserem BioLAB-Forschermobil durch, bestimmen die Gewässerqualität lokaler Fließgewässer und Seen, fertigen Facharbeiten z. B. zu den Themen Gewässerqualität lokaler Gewässer und Plastikmüll in Gewässern und im Meer in der Sekundarstufe II an, führen Studienfahrten mit Meeresbiologiekursen durch (Insel Giglio), bieten im Rahmen des BioLAB-Projektes Forscher- und Taucherferien an (Attersee und Nationalpark Harz) und sensibilisieren die Schulgemeinschaft durch Poster für die Gefahren, die das Leben unter Wasser bedrohen.

Unsere Aktivitäten zu Ziel 13: Dem Klimawandel entgegenwirken Wassermangel, Dürre, Wirbelstürme und Überschwemmungen sind nur einige der vielen Folgen des globalen Klimawandels. Derzeit sind etwa 20 Millionen Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, weil ein Leben dort nicht mehr möglich ist. Der Klimawandel stoppt nicht an Ländergrenzen und seine Auswirkungen treffen auch uns. Wir bemühen uns, einen kleineren ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Wir bilden im Rahmen des BioLAB-Projektes Plant-for-the-Planet-BotschafterInnen aus (bereits 83), die in allen 5. Klassen Präsentationen halten und mit diesen gemeinsam Baumpflanzungen durchführen. Ergebnis bis März 2019: über 18000 gepflanzte Bäume! Wir berechnen den ökologischen Fußabdruck, pflegen Moorlandschaften mit unserem BioLAB-Forschermobil, laden Klimabotschafter aus Malawi und Grönland in Sek-I- und Sek-II-Kurse ein und fördern das Energiesparen und umweltfreundliche Mobilität. Wie sieht dein ökologischer Fußabdruck aus? Was kannst du tun, damit die Welt nicht ins Schwitzen kommt?    

Unsere Aktivitäten zu Ziel 12: Verantwortungsvoll produzieren und konsumieren Markenklamotten, die neuesten Smartphones oder was Süßes für Zwischendurch – weißt du wie diese Dinge hergestellt wurden? Viele dieser Waren werden in Entwicklungsländern unter schlechten Arbeitsbedingungen produziert. Nachhaltig konsumieren heißt, dass die Dinge die wir kaufen, auch verantwortungsvoll hergestellt werden. Dazu gehört, dass Kinder nicht arbeiten müssen und dass Arbeiterinnen und Arbeitern Löhne gezahlt werden, von denen sie auch leben können. Wir thematisieren nachhaltige Lebens- und Produktionsweisen im Unterricht, in „Eine-Welt-Klassen“, im WP-Kurs „There’s no Planet B“ und im Seminarfach „Nachhaltigkeit“, fördern die Mülltrennung, sammeln Flaschendeckel getrennt, fördern → Fairtrade, führen Schüler*innen an die Nutzung, Wartung und Reparatur von Fahrrädern in der → Fahrradwerkstatt heran, bieten die Reparatur von Fahrrädern der gesamten Schulgemeinschaft und dem Stadtviertel an und reparieren defekte Schulgeräte in der offenen Technikwerkstatt, in der Schüler*innen zudem angeleitet und motiviert werden, defekte Geräte zu reparieren statt zu entsorgen.

Unsere Aktivitäten zu Ziel 11: Umweltfreundliches Leben in der Großstadt Kein Zweifel: Das Zeitalter der Städte ist angebrochen. Schon heute lebt über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Doch Städte heizen die Erderwärmung an. Sie sind für etwa drei Viertel des Energieverbrauchs verantwortlich. Dichter Verkehr, hoher Energiebedarf und riesige Mengen an Müll und Abwässern – in den Städten trifft alles aufeinander. Die Städte müssen nachhaltiger und grüner werden, denn wir brauchen menschen- und umweltfreundliche Lebensräume mit bezahlbarem Wohnraum. Hannover ist als Stadt im Grünen bekannt. Wir tragen Verantwortung dafür, dass das so bleibt. Wir thematisieren das Thema „Müll und Müllvermeidung“ im Unterricht und in Projektwochen, vergeben Facharbeiten und Projekte zum Thema Müll, zur Verbesserung der Mülltrennung und zur Müllvermeidung in der Leonore-Goldschmidt-Schule und privat, führen wöchentliche Müllsammelaktionen aller Klassen- und Kurse im Wechsel durch und haben das Bistro auf Mehrweggeschirr umgestellt. Upcycling-Projekte wie die von der Schülerfirma produzierte Stiftflöte (Auszeichnung mit dem → Glocksee Waste Award 2018) ergänzen unsere Müllvermeidungsstrategien. Wir fördern umweltfreundliche Mobilität (Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel) und fördern Energiesparmaßnahmen in der Schule und im Umfeld der Schüler*innen. Dazu klären wir über die Vorteile von Passivhausgebäuden und Pelletheizungen auf. Den Naturschutz in der Stadt unterstützen wir durch den Bau und Vertrieb von Insektenhotels, Vogelfutterstationen und Igelhäusern sowie durch das Ausbringen von Blühpflanzensamen zur Unterstützung der Ernährung von Insekten im Stadtgebiet. Hannover ist übrigens auch schon seit 2010 eine Fairtrade Town. Als → Fairtrade-School sind wir ein Teil davon.

Unsere Aktivitäten zu Ziel 10: Ungleichheiten in und zwischen Ländern verringern Viele Menschen leiden darunter, dass der Reichtum auf der Welt nicht gerecht verteilt ist. Dies ist ein großes Problem in ärmeren Regionen. Aber auch in reichen Industrieländern wie Deutschland haben nicht alle die gleichen Chancen am Wohlstand teilzuhaben. Es ist unsere Verantwortung, für eine gerechte Verteilung zu sorgen. Denn das bedeutet immer auch eine bessere Möglichkeit der Teilhabe. Auch Geschlecht, Behinderung, sexuelle Orientierung, ethnische Zugehörigkeit oder Religion dürfen kein Grund sein, dass ein Mensch schlechtere Chancen hat als ein anderer. Viele Menschen leiden darunter, dass der Reichtum auf der Welt nicht gerecht verteilt ist. Dies ist ein großes Problem in ärmeren Regionen. Aber auch in reichen Industrieländern wie Deutschland haben nicht alle die gleichen Chancen am Wohlstand teilzuhaben. Es ist unsere Verantwortung, für eine gerechte Verteilung zu sorgen. Denn das bedeutet immer auch eine bessere Möglichkeit der Teilhabe. Auch Geschlecht, Behinderung, sexuelle Orientierung, ethnische Zugehörigkeit oder Religion dürfen kein Grund sein, dass ein Mensch schlechtere Chancen hat als ein anderer. Als → Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bekämpfen wir Vorurteile gegenüber Mitmenschen, die als anders wahrgenommen werden und leben Inklusion im Schulalltag. Dazu stellen wir Unterstützungsangebote durch → Sozialpädagog*innen und → Lehrkräfte zur Verfügung, bilden Streitschlichter*innen in einer → Fairplay-AG aus, besprechen Probleme in Verfügungsstunden und thematisieren diskriminierendes Verhalten im Unterricht. Auch unsere Aktivitäten im Rahmen der → Fairtrade-School wecken Bewusstsein für die ungleiche Verteilung auf der Weg. Hier leisten wir unseren Beitrag für mehr Gerechtigkeit. Für uns gilt: Uns ist egal, aus welchem Land du stammst, welche Hautfarbe du hast, an welchen Gott du glaubst, wen du liebst oder wieviel Geld deine Eltern auf dem Konto haben. Für uns bist du wertvoll. Wir sind eine Schule für alle.

Unsere Aktivitäten zu Ziel 9: Nachhaltige Infrastruktur klug gestalten Die Einrichtungen, die dafür sorgen, dass die Wirtschaft einer Gesellschaft gut funktionieren kann, müssen sozial und ökologisch nachhaltig sein. So sollen mehr und bessere Jobs geschaffen werden. Ein Beispiel ist die Förderung von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln. Auch Fabriken und Industriestätten sollen ökologisch und nachhaltig produzieren, um eine unnötige Umweltbelastung zu vermeiden. Im Unterricht diskutieren wir Ideen, wie unsere Gesellschaft nachhaltiger gestaltet werden kann, denn wir wollen nicht auf Kosten nachfolgender Generationen leben. Wir thematisieren nachhaltige Lebensweisen im Unterricht, in „Eine-Welt-Klassen“ und im Seminarfach „Nachhaltigkeit“, fördern die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und von Fahrrädern, z.B. durch den Verleih und die Reparatur von Fahrrädern durch die → Fahrradwerkstatt sowie die Teilnahme am Stadtradeln durch ein gemischtes Schulteam.

Unsere Aktivitäten zu Ziel 8: Kein Wirtschaftswachstum auf Kosten der Ärmsten Das Wirtschaftswachstum vergangener Jahrzehnte ist längst an ökologische Grenzen gestoßen. Zwar brauchen wir ein wirtschaftliches Wachstum, um Armut zu bekämpfen und die Lebensbedingungen für diejenigen zu verbessern, die heute benachteiligt sind. Wir können aber nicht so weiter machen wie bisher. Es bräuchte mehrere Planeten Erde, wenn alle so leben würden, wie es heute in Deutschland selbstverständlich ist. Wir brauchen Jobchancen für Jugendliche sowie faire und soziale Arbeitsbedingungen weltweit. Dazu gehört auch ein Ende von Kinderarbeit. Als → Fairtrade-School beschäftigen wir uns damit, wie eine nachhaltigere Entwicklung der Wirtschaft erreicht werden kann. Wir thematisieren Wirtschaftsthemen und globale Zusammenhänge im Unterricht und haben ein Fairtrade-Schulteam, dass Schüler*innen und Lehrer*innen besteht und die Schulgemeinschaft zum Thema Fairtrade informiert sowie und den Verkauf von Fairtrade-Produkten organisiert: faire Rosen am Valentinstag, faire gehandelte Nikoläuse am Nikolaustag, faire Abi-Shirts und -Pullover, Zusammenarbeit mit dem Allerweltsladen bei Schulveranstaltungen, fairer Kaffee im Lehrerzimmer etc.